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15.04.06
Hier kommen allerhand Geschichten rein, die ich so finde oder selbst schreibe. Die folgende hab ich in einem Forum gefunden.


Die Kneipe war dunkel, und dicke Rauchschwaden hangen in der Luft, die Kunden waren nicht weniger schäbig, als die Räumlichkeit, und niemand der Familie würde sich hier her wagen.
Ray fühlte wie seine Lippe unter dem Schlag aufplatze, und das Blut in seinen Mund floss. Als er sich von dem Schlag erholt hatte, machte er wieder einen Schritt nach vorne, spuckte dem Gegner das Blut vor die Füße und lächelte ihn an. Auch zum zweiten Schlag, hob er nicht die Hände um ihn abzuwehren, sondern ging kurz in die Knie, um dann wieder aufzustehen, und zu lächeln. Nach dem dritten Mal, zogen die Freunde seines Kontrahenten diesen weg, und verließen das Lokal. Ruhig, ging er ins Badezimmer, wusch sich das Blut aus dem Gesicht, und betrachtete sich im Spiegel. Blut strömte aus der aufgeschlagenen Lippe und aus einer Platzwunde unter dem Auge, aber der Strom versiegte bereits. Sein langes, ungekämmtes Haar und der wilde Bart, täuschten nur kurz den Eindruck eines verwahrlosten Bettlers vor. Seine Augen aber sah man Wissen an, und sie funkelten, auch wenn eine Tiefe Trauer in ihnen lag. Er wischte den Gedanken wütend weg, und schlug mit der Faust gegen den Spiegel, aber die Welt verschwand nicht, sondern kehrte millionenfach zurück, in jedem Splitter, der zerbrochenen Spiegel.
„Den Spiegel werden sie bezahlen müssen.“
Er musterte kurz den kleinen untersetzen Mann, der eingetreten war, und sich im breitbeinig in den Weg stellte. Mit der kurzen Stirn, der Glatze und den in die Hüften Gestemmten Hände machte der Mann einen grotesken Eindruck. Ray machte einen Schritt auf den Mann zu, Und stand nun direkt vor ihm, was den um einen Kopf kleineren in die missliche Lage brachte hinaufsehen zu müssen, um Rays Gesicht sehen zu können. Dieser nahm aus seiner Brieftasche einen Fünfziger und warf ihn dem kleineren an die Brust.
“Das reicht für den Spiegel und die Tür.“
„Welche Tür?“
Mit einer schnellen Bewegung, drehte sich Ray um, und schlug mit der Faust, die Tür einer Kabine in zwei Hälften. Etwas verwirrt schaute der Insasse eben dieser zu den beiden heraus.
„Dieser...“
Wieder an der Bar, bestellte er einen Whiskey während er sich aus einer zerdrückten Packung eine Zigarette nahm.
Der Barkeeper musterte Rays Hand als er ihm den Drink servierte.
„Hat dir das Gesicht noch nicht gereicht?“
„Du bist ein guter Barkeeper, und ich bin ein guter Kunde, wenn du willst dass das so bleibt, polier ein paar Gläser anstatt mir auf die Nerven zu gehen...“
„Ja, das bist du, und ein Arschloch, aber wenn du dich totsaufen oder prügeln willst tu das wo anders, ich will nicht das meine goldscheißende Gans stirbt, wenn ich’s verhindern kann. Und seit du hier bist hab ich schon fast das ganze Mobiliar erneuern können.“
Mit müden Fingern wischte sich Ray über die Augen bevor er seinen Blick über die verschlissenen von Zigaretten verbrannten Möbel schweifen ließ.
„Du solltest nicht mehr ein Familienmitglied als Innenarchitekt beschäftigen, euer Geschmack ist höflich gesagt degeneriert...“
„Klugscheißer“
„Darauf trink ich...“
Ray hob spöttisch seinen Whiskey, und leerte das Glas das sofort wieder voll gefüllt wurde. Er senkte den Blick und murmelte zu sich selbst
„Darauf trink ich auch...“
Als er den Blick wiederhob, stand er inmitten eines marmornen Raums. Sein zerschundenes Gesicht spiegelte sich in den blankpolierten Fließen, und er wirkte so fehl am Platz wie in einer anderen Welt. Er blickte sich um, und sah Gesichter, ausdruckslos und farblos, wie das schwarz weiß der Fließen. Er war schon mal hier gewesen, vor langer Zeit, es hätte in einem anderen Universum sein können.
Er beobachtete sich selbst, ein jüngeres, gepflegteres ich, das längst vergangen und gestorben war. Er wusste was passieren würde, es war seine Vergangenheit. Da war sie auch schon, sie stand direkt vor ihm, er musste nur die Hand ausstrecken, ihr dunkles Haar zwischen seinen Fingern Spüren, sie noch einmal in die Arme nehmen. Er streckte seine Hand aus, versuchte sie festzuhalten, aber seine Hand fuhr durch sie, und hielt das schmutzige Hemd des Barkeepers in der Hand.
„Was ist los mit dir? Bist du jetzt total durchgeknallt?“
Ray zog ihn mit einem Ruck zu sich heran, nahm sein Glas und warf es mit aller Kraft gegen die, hinter der Bar aufgereihten Flaschen.
„...Leck mich...“
Ohne sich umzudrehen ging verließ er die Bar, während der Barmann ihm nachschrie.
„Komm verdammt noch mal nicht wieder, du kranker Irrer, kein Geschäft ist es wert deine Anwesenheit ertragen zu müssen!“
Der kühle Regen der Nacht vertrieb die Nebelschwaden wieder, die der Alkohol um seine Sinne gelegt hatte. Ray war sich schon lange nicht mehr sicher was ihm lieber war.

Der wuchtige Schlag trieb ihr die Luft aus den Lungen, während sie hilflos zu Boden fiel. Sie fühlte die gierigen Hände an ihrem Körper, schmeckte den stinkenden Atem, der über ihren Nacken kroch und dessen Gestank sie sich nicht erwehren konnte. Sie würgte und versuchte den Brechreiz zurückzuhalten, aber ihr Mageninhalt entleerte sich über die Straße. Ihr Kopf schlug auf das Straßenpflaster auf, und die Welt verschwamm vor ihren Augen. Sterne blitzten vor ihren Augen, während sie fühlte wie eine kräftige Hand ihr Hemd aufriss, und ihren Körper berührte.
Sie wollte schreien, zutreten, sich wehren, aber der feste Griff um ihren Hals ließ aus ihren Schreien ein hilfloses gurgeln werden. Sein Gesicht war nahe vor ihrem und sein stinkender Atem raubte ihr die letzte Möglichkeit Luft zuholen. Sterne tanzten vor ihren Augen.
Und plötzlich war es vorbei, gierig sog sie die Nachtluft ein, und der Nebel vor ihren Augen lichtete sich.
Wild fluchend raffte sich ihr Peiniger auf
„Du kranker Irrer! Du hast mir die Nase gebrochen!“
„Kranker Irrer? Hör ich nicht zum ersten Mal...“
Ray stand über dem jungen Mann, und empfing ihn mit einem erneuten Schlag, der ihn zu Boden schlug. Er kniete sich vor den Grobschlächtigen Typen, und packte ihn am Kinn.
„Und jetzt sag es...“
Mit verständnislosen Augen blickte der Mann zu ihm auf. Was Ray mit einem erneuten Schlag ahndete.
„Sag es...“
„Bitte, Hör auf! Nein, bitte...“
„Ja, genau das...“
Ray schlug mehrmals den Kopf des am Boden liegenden gegen die Wand. Bis sein Haar feucht vom Blut war, und auch sein Gesicht kaum noch mehr als ein verformter Klumpen Fleisch war.
„Weißt du jetzt was nein heißt...“
„Hi...lf...e“
Das Wort kam mit einem Schwall Blut aus dem Mund des Verletzten und war kaum zu verstehen. Ray schlug noch mal zu.
„Das heißt in so einem Fall Feuer. Bei Hilfe kommt niemand, die haben alle Angst dann ihren Arsch zu riskieren, aber bei Feuer kommen sie, weil sie geil drauf sind, vor allem wenn noch ein paar Leute verkohlen...“
Ray sagte das sachlich, lächelte aber jemanden in einem Fenster zynisch zu, was diesem dazu brachte schnell zustimmend zu nicken, und schnell zu verschwinden, um nichts gesehen und gehört zu haben.
„Weißt du jetzt was nein heißt...“
Flehentlich schaute der Mann zu Ray auf.
„J....a.....“
„Dann merk ’s dir besser..:“
Mit einer schnellen Bewegung ließ Ray ein Taschentuch auf das Gesicht des Gepeinigten fallen.
„Du hast da etwas blut...“
Ray wollte dem Mädchen auf die Beine helfen, doch sie wich vor ihm zurück. Er zuckte mit den Schultern, und legte ihr seine Jacke um die Schultern.

Er öffnete die Tür, und sie war hindurchgehuscht, bevor er sie wieder schließen konnte. Er blickte sich kurz in der Wohnung um. Kleider Pizzaschachteln Leere Flaschen und Bücher lagen wild durcheinander. Sein Kater fauchte ihn als er ihn sah an, und quittierte das hingestellte essen, mit einem Krallenhieb.
„Ich hasse dich auch...“
Das Mädchen hatte es sich auf der überfüllten Couch unbequem gemacht, aber Ray wollte sie lieber ignorieren.
Er drehte stattdessen die Musik auf, was wie immer mit einem wilden klopfen von den Nachbarn.
„Ja ihr mich auch...“
Er warf der kleinen eine decke hin.
„Gute Nacht...“
Er setzte sich mit einer Flasche Wodka auf das Fensterbrett, und ließ die hämmernden Bässe auf sich einwirken.
Als er sich ins Bett legte, merkte er noch wie sich der Kater an seinen Kopf kuschelte, und schnurrend einschlief.

Ray bewegte sich durch einen schwarzen Raum, Es gab weder oben noch unten, es gab nichts, nur ihn. Gefühle in ihm, Schmerzen, Erinnerungen.
Er wollte aufwachen, sagte sich, das er aufwachen müsse.
Ihr Gesicht erschien im nichts.
Ein Gehauchtes „ich liebe dich“
Ein Leichentuch.
Ray schrie, doch es gab keinen Schall.
Ein Messer in der Hand
Bereit es zu benutzen wenn das alles nur ein Ende hat
Ray durchtrennte die Haut,
durchtrennte Muskeln
Venen
Sehnen
Er sah auf seine Arme.
Sah in seine Arme
Aber es kam kein blut
Nicht mal Schmerz

Schweißgebadet wachte er auf. Zitternd ging er ins Badezimmer. Das Mädchen saß da. Starrte ihn aus erschrocken aufgerissenen Augen an. Sein Blick wanderte über ihren blutenden Arm, zur Klinge in ihrer Hand.
Wütend riss er ihr die Klinge aus der Hand packte sie unsanft am Arm und führte sie zur Tür.
„Du hast eine Minute zum verschwinden...“
Sie wehrte sich nicht und verließ einfach die Wohnung. Ray nahm noch einen tiefen Schluck aus einer Flasche, bevor er wütend den Tisch umstieß und die Tür aufriss.
Sie saß einfach neben der Tür, die Arme über den Knien verschränkt und sah ihn einfach nur an.
„Halt die Klappe und komm rein...“
Er setze sich ihr gegenüber und verband ihren Arm, ohne das sie sich wehrte, oder es wahrnahm.
„Wieso machst du das...“
„Besser als Heroin.“
„Das selbe....“
Sie streckte ihre Hand aus, berührte sein Gesicht mit ihren Fingern. Langsam näherte sie sich ihm und legte ihre Lippen auf seine.
Sie lag in seinen Händen, und er fuhr mit seinen Fingern sanft über die Linien ihres Körpers als er einschlief. Diesmal träumte er nicht.

Als er aufwachte und in das Wohnzimmer kam, erkannte er es zuerst nicht wieder. Sie hatte übernacht alles aufgeräumt und sauber gemacht.
„Verdammt was soll das...“
„Hier kann doch niemand wohnen, so wie das aussah.“
„Doch ich, verdammt ich hab dich nicht gebeten hier etwas zu tun, du kennst mich nicht, also misch dich nicht in mein Leben ein.“
Wütend Stieß er den Tisch noch mal um, und trat gegen einen Kasten.
Er sah sich um, durchwühlte, Laden und Kisten.
„Suchst du das?“
Die Wodka Flasche flog nur Zentimeter an seinem Kopf vorbei, und zersplitterte an der Wand.
„Bist du bescheuert? Fuck ich fass es nicht, du bist ja krank.“
Wütend verschwand er ins Badezimmer, warf ihr eine Packung Klingen hin
„Hier, verschwinde ich will dich nicht mehr sehen.“
Er wusch sich sein Gesicht, ließ kaltes Wasser über seine Hände rinnen.
„Ach verdammt.“
Als er wieder ins Zimmer kam stand sie noch dort, sie weinte nicht, und die Klingen lagen noch dort wo er sie hingeworfen hatte.
Er ging auf sie zu, und wollte sie in die Arme schließen, sich entschuldigen, aber sie zog sich zurück. Tränen begannen über ihre Wangen zu laufen, zuerst vereinzelt, dann in Strömen.
Sie begann auf ihn einzuschlagen.
„Du bist ein Arschloch, Ich hasse dich!“
„Ich weiß...“
Nach einer Zeit brachte sie nur noch ein Schluchzen heraus, und er nahm sie in seine Arme und strich sanft über ihr Haar.
„Wieso machst du das...“
Sie deutete auf die zerbrochene Flasche.
„Besser als Cutten.“
„Das Selbe.“
„Klugscheißer“
„Hör ich öfter.“
„Ich auch.“
Sie lächelte.
„Und nun?“
“Mal sehen... Es wird sich schon was ergeben... Tuts doch immer...“



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